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Arno Werling

Wie werden die Tagesgeldkonten verzinst?

Im September 2008 gab es in Deutschland Tagesgeldkonten mit 6% Zinsen pro Jahr. Momentan bietet das Top-Konto gerade einmal 2,5% Zinsen, siehe www.tagesgeldkonto24.info , also nicht einmal die Hälfte. Warum ist das so? Dieser Artikel erklärt, wie sich die Tagesgeldzinsen entwickeln.

Die Tagesgeldkonten werden entsprechend des EZB-Leitzinssitzes (vorgegebener Zinssatz der Europäischen Zentralbank) verzinst: Sind die EZB-Leitzinsen niedrig, geben die Banken niedrige Zinsen für ihre Anlagekontent. Ist der Leitzinssatz jedoch hoch, werden auch höhere Tagesgeldkonto, Festgeld und Girokonto Zinsen gewährt.


Das Leitzinssatz der EZB zeigt den Zinssatz auf, zu welchem sich die Banken bei der EZB Geld leihen können. Liegt dieser bei nur einem Prozent, können Sie sich Geld für ihre Finanzgeschäfte günstigt besorgen. Wenn der Leitzinssatz jedoch hoch ist, bedeutet dies für die Kreditinstitute, dass sie über die EZB nur "teures" Geld erhalten.

Die Alternative: Geld von Privatkunden. Mit den angelegten Einlagen generiert die Bank durch Finanzgeschäfte ebenfalls Gewinne. Wenn aber aufgrund hoher EZB-Zinsen plötzlich alle Banken auf die Privatkunden-Einlagen angewiesen sind, entsteht eine Konkurrenzsituation: Jede Bank möchte das Geld der Kunden erhalten. Also steigern die Anlagezinsen, um die Kunden für sich zu gewinnen. Den Anleger freut es, dies liegt aber nicht an der Freundlichkeit der Bank, sondern am Geldsteuerungsmittel Leitzinssatz der EZB.



Tagesgeldkonten


Verantwortlich für diesen Beitrag: Arno Werling