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Gareth Parkin

Werbekugelschreiber - eine Entwicklung zum Statussymbol

Wie kommt es, dass der Werbekugelschreiber sich seit vielen Jahren nicht nur hartnäckig im Sortiment der Werbeartikel halten kann, sondern sogar noch mehr und mehr an Bedeutung gewinnt? Betrachten wir einmal seine Entwicklung etwas genauer. Zu Beginn wurden Werbekugelschreiber in einer sehr einfachen, fast standardisierten Form gefertigt. Das Material war möglichst einfach gehalten, ebenso Form, Farbe und Aufdruck. Hier stand eindeutig die Funktionalität im Vordergrund. Der Werbekugelschreiber war ein schlichtes, sachliches Arbeitsgerät. Und übrigens in den noch wirtschaftlich schwachen Epochen der Nachkriegszeit tatsächlich ein Gebrauchsgegenstand, den man dankend entgegen nahm.

Erst in den 80er Jahren wurden die Werbekugelschreiber nach und nach zu Kult- und Sammelobjekten. Die Industrie stellte sich auf diesen Trend ein und fertigte Kugelschreiber in allen erdenklichen Formen und Farben zur Auswahl an. Etwa in den 90er Jahren kamen dann die ersten verwandelbaren Kulis auf den Markt. Der Empfänger konnte sie auseinandernehmen und Teile davon in den gewünschten Farben zusammen setzen. So wurde der Kugelschreiber zum Spielzeug.


Die meisten dieser Gimmicks sind jedoch längst wieder vom Markt verschwunden. Zwar sind einige technische Spielarten mit Leuchtdioden oder eingebautem Sound derzeit im Kommen, doch der klassische Kuli findet immer noch den besen Absatz. Inzwischen wird jedoch Wert auf Qualität gelegt: Er muss gut in der Hand liegen und sauber schreiben, sonst wird er vom Publikum nicht akzeptiert.

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Gerade in Zeiten wirtschaftlicher Knappheit können findige Unternehmen auch ein Zeichen mit der Vergabe besonders hochpreisiger Schreibgeräte setzen. Edle Kugelschreiber werden persönlich an die Entscheidungsträger beim Kunden gegeben, um ihnen somit die persönliche Wertschätzung auf besondere Weise zu demonstrieren. Und die Rechnung geht auf: Denn gerade in den letzten Jahren wurde bei den Werbegeschenken sehr viel gespart. Erhält man nun einen hochpreisigen Artikel, so assoziiert man ihn automatisch mit der wirtschaftlichen Prosperität des Absenders.


Verantwortlich für diesen Beitrag: Gareth Parkin