Wer macht was beim Design?
Bei dem Begriff "Design" handelt es sich um ein Lehnwort aus dem Englischen, das auf Deutsch übersetzt "Entwurf", "Gestaltung" oder "Formgebung" bedeutet. Anfang des 19. Jahrhunderts fand der Begriff Eingang in die deutsche Sprache, als zunächst das französische Wort "dessin" übernommen wurde. Zu jener Zeit waren im deutschen Sprachraum französische Lehnworte üblich. Erst gegen Mitte des 20. Jahrhunderts wurde hierzulande die englische Form gebräuchlich.
Die verschiedenen Designdisziplinen lassen sich nach den jeweils genutzten Medien oder nach Funktionen unterscheiden. Dies dient innerhalb der Branche der Unterscheidung der speziellen Kompetenzen von professionellen Designern und Agenturen. Häufig sind Designer auch in mehreren Disziplinen zugleich tätig.
Viele Menschen denken bei Design zuerst an Modedesign (auch Bekleidungsdesign genannt). Wer kennt nicht die Namen der bekanntesten Modedesigner, die oft auch als Mode-Zaren bezeichnet werden? Die Begriffe Modedesign und Bekleidungsdesign werden oft synonym verwendet, obwohl der Begriff "Mode" nicht nur Bekleidung meint. Ebenfalls sehr geläufig ist auch das sogenannte Produktdesign oder Industriedesign, bei dem es um die funktionale Entwicklung und Formgebung industrieller Erzeugnisse geht. Für diese Tätigkeit sind auch Kenntnisse des Ingenieurwesens nötig, denn Produktdesign ist nicht im Sinne von bloßer optischer Aufwertung zu verstehen. Vielmehr geht es um die Verbesserung der Produkteigenschaften hinsichtlich Alltagstauglichkeit und Qualität. Innerhalb des Produkt- bzw. Industriedesigns wird zwischen der Gestaltung von Konsumgütern (Konsumgüterdesign) und von Investitionsgütern (Investitionsgüterdesign) unterschieden.
Mit einem anderen Aufgabengebiet beschäftigen sich die sogenannten Grafikdesigner bzw. Kommunikationsdesigner. Auch diese beiden Begriffe werden häufig gleichgesetzt. Beim Grafik- bzw. Kommunikationsdesign geht es hauptsächlich um die Gestaltung medialer Produkte, also um Layout, Fotografie, Bildbearbeitung und Typografie. Hierbei sind unter anderem informations- und medientheoretischer Kenntnisse notwendig. Kommunikations- und Grafikdesigner sind häufig in der Werbebranche beschäftigt. Ein spezieller Bereich des Kommunikationsdesigns ist das Webdesign, das sich mit der Gestaltung von Websites befasst.
Neben den produkt- und medienbezogenen Disziplinen hat das sogenannte Corporate Design eine besondere Stellung, da es verschiedene Designdisziplinen umfasst. Unter der Corporate Identity versteht man das Image, das Kunden und Außenstehende von einem Unternehmen oder einer Organisation haben. Das Corporate Design transportiert dieses Bild nach außen. Konkret geht es dabei um die Gestaltung aller formalen Aspekte, z. B. Firmenlogo, Geschäftsausstattung, Produkte und Werbeauftritte.
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Verantwortlich für diesen Beitrag: Tobias Kroha
