Unternehmen sparen vielfach bei Haftpflichtversicherung
Die weltweit durchgeführte Marsh Haftpflichtstudie „Limits of Liability 2008“ zeigt, dass viele Unternehmen in Europa und der ganzen Welt zur Kostensenkung an den Deckungssummen
ihrer Haftpflichtversicherungen sparen. Damit könnte laut Marsh ein „gefährlicher Spartrend“ aufkommen, der gerade jetzt bedrohliche Folgen haben kann.
Selbstverständlich gehört für die meisten Unternehmen eine betriebswirtschaftliche Denkweise und eine entsprechende Handlungsweise zu den wichtigen Grundpfeilern ihrer Existenz.
Doch bei aller Sparbereitschaft und dem Willen, Abläufe und Kosten im Betrieb permanent effizienter zu gestalten, sparen weltweit viele Unternehmer immer wieder auch an den Kosten
für wichtige Versicherungen. Das kann im Ernstfall zu großen finanziellen Einbußen oder gar dem Ruin des kompletten Unternehmens führen.
In der jährlich stattfindenden Haftpflichtstudie „Limits of Liability“ konnte der durchführende Industrieversicherungsmakler Marsh einen solchen Trend zum Sparen in Unternehmen ausmachen.
Für 2008 konnte er eine Reduzierung der Deckungssummen bei den Haftpflichtversicherungen im europäischen Raum feststellen. Als Grund für den Einkauf geringerer Deckungssummen gibt
Marsh das Ziel der Unternehmen an, eine höhere Kostenersparnis zu erreichen.
Während sich die Deckungssummen der Unternehmen aller untersuchten Branchen europaweit im Durchschnitt von vorher 34 Millionen auf 32 Millionen im Jahr 2008 reduziert haben, konnte
in der weltweiten Betrachtung sogar ein Rückgang von 36 auf 31 Millionen ausgemacht werden. Für die Haftpflicht-Expertin bei Marsh in Frankfurt, Nicole Mattersberger, eine beunruhigende
Entwicklung. Sie warnt vor den Gefahren, die auf dem Wege der Reduzierung von Deckungssummen auf die Unternehmen zukommen können. Durch Haftungsverschärfungen und die derzeit bedingt
durch die Rezession geringeren Liquiditätsdecken sei diese Art der Kostenersparnis gefährlicher denn je, so die Expertin. Es sei eher an einen sorgfältigen Blick auf den
Versicherungsbedarf verwiesen, wenn es um die Senkung von Kosten ginge.
Marsh befragte für seine Haftpflichtstudie „Limits of Liability 2008" weltweit mehr als 7700 Unternehmen zu ihren Haftpflichtversicherungen und Produkthaftpflichtpolicen.
Zentraler Bestandteil waren darin die Aspekte eingekaufte Deckungssummen und die für die Haftpflichtversicherungen angefallenen Prämien.
Verantwortlich für diesen Beitrag: Christian Brokof


