Leimkraut aus dem Eis - Russische Forscher züchten urzeitliche Pflanzen
Der sibirische Permafrostboden taut in Sommerzeiten stärker auf als früher und gibt auf diese Weise wie ein abschmelzender Gletscher nach und nach alte Geheimnisse preis. Nicht nur, dass immer mehr urzeitliche Knochen- & Fossilienfunde zu verzeichnen sind. Auch Reste von Pflanzen, die vor Jahrtausenden gediehen und verkümmert sind, können aus dem aufgeweichten Erdreich geborgen werden. So sammelten russische Forscher jüngst die über 30.000 Jahre alten Gewebereste eines Leimkrautgewächses.
Nun vermeldeten die Biophysiker und Biologen einen beeindruckenden Erfolg: Es gelang ihnen, aus den uralten Leimkrautbestandteilen von der Sorte Silene stenophylla neue Setzlinge zu ziehen, die zum Teil sogar blühen. Damit ist es möglich, die Pflänzchen zu kreuzen und fruchtbare Nachkommen zu ziehen. Vielleicht werden diese eines Tages in deutschen Steingärten sprießen – denn dazu sind bekannte Leimkräuter wie der Taubenkropf perfekt geeignet.
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Verantwortlich für diesen Beitrag: Michael März
