Gründercoaching – mit Erfolg zur Existenzgründung
Die Existenzgründung bringt vielfältige Aufgaben für den oder die Gründer mit sich. Wenn ein Unternehmen neu entsteht, müssen viele Bereiche abgedeckt werden, die in bestehenden Unternehmen oft von mehrere Spezialisten bearbeitet werden. Zumeist ist im Rahmen einer Existenzgründung jedoch kein Geld für die Beschäftigung genau dieser Spezialisten da und so muss der Gründer die meisten Aufgaben selbst übernehmen. Doch wer ist schon ein solcher Tausendsassa, dass er Buchhaltungsprofi, Marketingspezialist, Vertriebsprofi, Controller, Geschäftsführer, Sekretärin und weitere Berufe in sich vereint und alles richtig gut kann? Es ist also kaum zu erwarten, dass der Gründer im Rahmen der Gründung "Mädchen für Alles" wird und gleichzeitig alle Bereiche mit der nötigen Professionalität erledigen kann. Doch wie kommen Gründer aus dieser Situation heraus?
Eine wesentliche Hilfestellung im Rahmen einer Existenzgründung sind Gründercoachings. Im Rahmen von Gründercoachings können Gründer Fachspezialisten beauftragen, wirtschaftliche oder organisatorische Aufgaben für das Unternehmen zu übernehmen und sich in Teilbereichen richtig fit machen zu lassen. Im Gegensatz zum Coaching im pädogogischen oder psychosozialen Bereich handelt es sich beim Gründercoaching nach der Existenzgründung um eine Unternehmensberatung, bei der es um harte Fakten geht. Beispiele für Hilfestellungen finden sich in der Unterstützung beim Online-Marketing, Unterstützung bei der Einrichtung eines Controllings, Unterstützung bei der Entwicklung einer Corporate Identity, Unterstützung beim Ausbau eines Unternehmens und bei vielem mehr. Ein Gründercoaching kann auch eingesetzt werden, um einfach Alltagsprobleme, die im Zusammenhang mit der Existenzgründung entstehen, regelmässig zu besprechen und Lösungen für Problemchen und Probleme zu finden.
Bei der Auswahl des Coaches sollten sich Gründer ausreichend Zeit nehmen. Wichtig ist, ob die Chemie stimmt und ob der Coach die speziellen Aufgabenstellungen, die sich aus der Existenzgründung ergeben überhaupt abwickeln kann. Bedenken Sie stets, dass im Rahmen einer Existenzgründung jede Branche und jede Aufgabenstellung vorkommen kann. Das breite Fachwissen hierfür kann unmöglich eine Person in sich vereinen; suchen Sie sich jemanden, der Erfahrung mit Ihren speziellen Belangen hat. Damit steigern Sie die Chancen auf ein erfolgreiches Coaching und auch auf eine erfolgreiche Existenzgründung erheblich.
Gründercoachings bis zu fünf Jahren nach Existenzgründung werden in vielfältiger Form durch Fördermittel begünstigt. Hier stehen beispielsweise die Förderprogramme Gründercoaching Deutschland oder das ESF-Gründercoaching zur Verfügung. Das ESF-Gründercoaching können solche Gründer in Anspruch nehmen, die aus dem Arbeitslosengeld eins heraus gründen. Für das Gründercoaching Deutschland besteht eine solche Beschränkung nicht. Gründer sollten sich stets vor der eigentlichen Existenzgründung informieren, welche Möglichkeiten der Förderung es für die Existenzgründung gibt. In einigen Fällen ist es sicherlich unproblematisch, hinterher über diese Frage nachzudenken. In vielen anderen Fällen führt eine verspätete Beantragung von Förderungen jedoch zur Ablehnung derselben. Also, Vorsorge ist hier die beste Strategie.
Mehr zum Thema auf www.amaveo.de der Infoplattform rund um die Existenzgründung, Fördermittel und Finanzierung. Autor/in: Andrea Claudia Delp Kontakt: info(at)amaveo.de
Verantwortlich für diesen Beitrag: Andrea Delp


