Die Kompaktküche mit Geschirrspüler
Schon seit vielen Jahren gibt es vielfältige Variationen zum Thema ultrakleine Küchen. Wird nur eine Teeküche benötigt, so entscheiden sich viele Verbraucher für eine Miniküche aus einem Guss.
Die Ausstattung kann dabei sehr vielfältig sein. Üblicherweise bestand früher das Einsteigermodell aus einem 1 m breiten Unterschrank zzgl. Oberschrank. Beide Schränke hatten zwei Türen, der Unterschrank war durch eine Stahlspüle abgedeckt. Der Begriff Teeküche ist hier treffend. Es war Platz für Kanne und Geschirr (oben), Wasserkocher (Spülenrand) und Reinigungsmittel (Unterschrank). Die gehobene Ausstattung beinhaltete einen Kühlschrank (Hälfte des Unterschranks). Noch elitärer wurde das Modell mit zwei Herdplatten neben dem Spülbecken. Damit kann man bereits richtig kochen, wenn es nicht zu viele Gänge sein sollen. Aber unter Singles und in Mitarbeiterräumen ist dieses Modell seit langem sehr beliebt.
Die Hersteller waren kreativ und haben weitere Variationen herausgebracht. Interessant dabei ist, dass man gern bei der Gesamtbreite von einem Meter bleibt, jedoch versucht, den Komfort zu erhöhen. Dazu gehört etwa der Geschirrspüler (statt Kühlschrank oder neben dem Kühlschrank).
Eine interessante Bauform liefert unter anderem Candy mit der Kompaktküche Trio, die sich sogar mit 60 cm Breite begnügt. Integriert sind ein Herd mit 4 Cerankochfeldern und kleinem Backofen (39 l Volumen) sowie ein Geschirrspüler für 6 Maßgedecke. Dazu fehlen dann nur noch ein 40 cm Kühlschrank inklusive Spülbecken sowie ein entsprechender Oberschrank. Dann wäre die luxuriöse Miniküche auf einem Meter Breite perfekt. Auch bei diesem Modell zeigt sich, dass es kleinere Elektrogeräte schwerer haben, in die besseren Energieeffizienzklassen zu kommen. Das liegt nicht immer daran, dass sie wirklich schlechter mit den Rohstoffen Wasser, Strom und Reinigungsmittel umgehen, sondern daran, dass aufgrund des geringeren Volumens die Größenverhältnisse ungünstiger sind. Bei einem Geschirrspüler wird beispielsweise der Verbrauch im Verhältnis zur Waschgutmenge berechnet – wie bei Verkehrsmitteln im Verhältnis zur Anzahl der Passagiere.
Ein Airbus verbraucht auf dem Weg von Stockholm nach Madrid erheblich mehr Energie als ein Auto, transportiert aber mehr Passagiere, so dass der Verbrauch pro Person günstiger ist. Dieses Rechenbeispiel funktioniert auch beim Arbeitstempo. Ein VW Bus fährt eine Wohnzimmereinrichtung schneller von Hamburg nach München als ein Ferrari, weil dieser nach dem Beistelltisch noch mehrfach wieder zurück nach Hamburg muss. Eine große Spülmaschine wäscht zwölf Gedecke schneller als eine kleine, die zweimal waschen muss.
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Verantwortlich für diesen Beitrag: Karsten Hamann
