Die EC Karte in Deutschland
Kaum eine Karte ist so bekannt wie die EC Karte. Der Siegeszug der kleinformatigen, flachen Plastikkarte begann schon in den 60er Jahren. Inzwischen ist die EC-Karte gar keine EC-Karte mehr sondern nennt sich Maestro Karte. Im Volksmund und bei den Banken wird aber noch gern die alte Bezeichnung verwendet.
EC Karten sind keine Kreditkarten. Während eine Kreditkarte dem Karteninhaber einen (im Verfügungsrahmen) echten Kredit gewährt, dient die EC-Karte rein dem bargeldlosen Zahlungsverkehr. Das bedeutet, der mit der Karte bezahle Betrag wird taggleich auf dem mit der EC-Karte verknüpften Girokonto belastet. Damit ist auch schon die Bedeutung des zur Karte gehörenden Girokontos erklärt. Ohne Konto auch keine EC Karte. EC Karten bzw. Maestro Karten werden von den Banken kostenlos mit einem Girokonto vergeben. Inzwischen gibt es erfreulicherweise auch die kostenlose Kreditkarte.
Eine weitere wichtige Funktion von EC Karten ist der Bargeldbezug. Die Versorgung der Bevölkerung läuft in Deutschland überwiegend über Geldautomaten. Um Bargeld an einem Geldautomaten ausgezahlt zu bekommen, wird entweder eine Kreditkarte oder eine EC Karte verwendet. EC-Karten sind dabei wesentlich häufiger verbreitet als Kreditkarten. Entsprechend erfolgt der Bargeldbezug überwiegend mit einer EC Karte. Um Bargeld an einem Geldautomaten zu bekommen, muß die PIN eingegeben werden. Aus Sicherheitsgründen, aber auch aus rechtlichen Gründen, sollte die PIN immer getrennt von der EC Karte aufbewahrt werden. Geht die Karte verloren und wird Missbrauch betrieben, wird der EC Karten Inhaber nur dann nicht zur Verantwortung gezogen, wenn er seien Sorgfaltspflichten eingehalten hat. Dazu gehört an erster Stelle die Trennung von Karte und PIN.
Verantwortlich für diesen Beitrag: Lars Beyer


