Das Einmaleins des Reitplatzbaus
Wer beschließt einen Reitplatz anzulegen, beschäftigt sich entweder mit einem Geschäftsmodell, welches eng mit Reiten verbunden ist, möchte privat trainieren oder den Platz zu Repräsentationszwecken anlegen. Die Beweggründe sind außerordentlich wichtig und in der Planung zu beachten. Denn je nachdem, zu welchem Zweck ein Reitplatz angelegt wird, verlangt er eine verschiedene Ausstattung und möchte auch verschieden gearbeitet werden. Der Reitboden wird jedoch in allen Fällen gleich gearbeitet, denn er muss ja der Belastung auch von vielen Pferden standhalten.
Der Reitboden hat sich in der modernen Bauweise als die Schlüsselqualifikation für jeden Reitplatz heraus kristallisiert. Er ist der Schlüssel zu Beständigkeit und Reitvergnügen für Pferd und Reiter.
Als erster Schritt wird das abgesteckte Gelände begradigt. Man nennt diesen Vorgang Gefälleanpassung und er muss bis auf eine Variation von drei Zentimetern genau durchgeführt werden, da sich ansonsten möglicherweise an einem Ende vom Reitplatz Wasser staut und das die Qualität der darüber liegenden Schichten erheblich beeinträchtigen könnte.
Wenn der Boden begradigt worden ist, wird die Drainage verlegt, welche für die fachgerechte Ableitung des Wassers sorgt.
Nachdem das Wasserableitungssystem reguliert wurde, geht es daran, die beiden Hauptschichten auf den Reitplatz zu verlegen. Es werden dabei zwei Hauptschichten unterschieden, wovon die darunter liegende die Tragschicht ist, weil ihr eine Tragefunktion zukommt und die Tretschicht , welche natürlich in direktem Kontakt zu ihren Benutzern steht.
Die beiden Schichten werden beim Reitplatz-Bau zwar getrennt voneinander aufgelegt und bestehen zudem aus unterschiedlichen Materialien, dennoch bedingen sie einander und ergeben nur in Kombination einen guten Reitplatz.
Generell ergeben sie miteinander die rutschfesten und saugfähigen Eigenschaften, die man für eine sichere Ausübung des Reitsportes benötigt und ergeben zudem eine federnd nachgiebige Konsistenz.
Auch nach der Fertigstellung ist es sehr wichtig, sich weiterhin um den Reitplatz zu kümmern. Man kann etwa immer wieder mit der Egge die Schichten auflockern, es ist wichtig Anhäufung am Rand zu begradigen und etwa im Sommer gehört der Boden immer wieder befeuchtet, um eine ungesunde Staubentwicklung für Pferd und Reiter zu vermeiden.
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Verantwortlich für diesen Beitrag: Alexander Szebarek
