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Karin Kratzer

Coffea Arabica - der Arabica Kaffee

Kaffee wird in Afrika, in Teilen von Asien und in Südamerika angepflanzt. Der Arabica Kaffee ist die beliebteste Bohnensorte. Schon vor fünfhundert jahren wurde im Jemen Kaffee kultiviert. Dieser Tage ist der Arabica Kaffee der mit Sicherheit begehrteste, hat diese Art doch einen Weltmarktanteil von über 61%. Ein Kaffeestrauch benötigt mindestens sechs Jahre um ausgewachsen zu sein. Die Früchte des Kaffeestrauchs sind die Kaffeekirschen und deren Samen sind die uns bekannten Kaffeebohnen. Die Früchte müssen zur rechten Zeit eingesammelt werden, um auch von hervorragender Qualität zu sein.

Wie überall bekannt ist, enthalten die Früchte des Kaffeebaumes Koffein, jedoch der Arabica hat einen viel geringeren Koffeinanteil als andere Kaffeearten wie zum Beispiel der Liberica.

Wo ist das beste Anbaugebiet für den Arabica? Der Kaffeebaum reagiert empfindlich auf Wetterwechsel, zu viel Niederschläge und Hitze. Deshalb wird er vor allem in Höhen auf 900-2000Meter angepflanzt. Dort oben gibt es konstante Temperaturen, dafür sind die Kaffeeplantagen oft kaum zu bearbeiten, was die Kosten etwas steigert.

Da wir jetzt wissen wie und wo der Arabica-Strauch gepflanzt wird, schauen wir wie es dann weitergeht. Es gibt 2 Varianten der Weiterverarbeitung von Kaffeekirschen, die trockene und die nasse Aufbereitung.


Die nasse Aufbereitung:

Pro Kilogramm Kaffee benötigt man 140 Liter Wasser. Die geernteten Kaffeefrüchte werden gewaschen und in großen Tanks vorsortiert. Danach werden die Früchte im so genannten Pulper von ihrem Fruchtfleisch getrennt. Die Reste sind eine Schleimschicht und eine Pergamenthülle, die dann im Fermentationstank, unter Mithilfe eines Gärungsprozesses, gelöst und abwaschbar gemacht werden. Die Gärung muss man nicht extra herbeiführen, sondern sie startet durch Enzyme von selbst. Die Fermentation dauert ungefähr 24 Stunden. Danach werden die Kaffeebohnen zwei Wochen getrocknet.

Die trockene Aufbereitung:

Bei der trockenen Aufbereitung geht es darum, die Früchte so lange unter freiem Himmel zu trocknen, bis sich die in ihnen enthaltenen Samen ohne Reste herauslösen lassen. Diese Variante gelingt nur dort, wo das Wetter warm und sehr trocken ist, dafür erspart man sich eine große Menge Wasser. Dazu werden die Kaffeefrüchte auf betonierten Terrassen oder Böden aufgelegt. Pausenlos müssen sie mit großen Rechen gewendet werden, weil sie sonst schimmeln. Die Trocknung kann je nach den klimatischen Bedingungen bis zu einem Monat dauern. Ist die Trocknung endlich abgeschlossen, kommen die Schälmaschinen zum Zug und trennen die Kaffeebohnen von ihrer Hülle.

Der Arabica kann eine große Menge verschiedener Geschmacksnuancen hervorbringen. Viel hängt davon vom Herkunftsland der Kaffeebohnen ab. Der Arabica Kaffee enthält, je nach Herkunft, Aromastoffe von Schokolade, Früchten oder Karamell.


Verantwortlich für diesen Beitrag: Karin Kratzer